
„Vergessene Ordnung“
Eine Ausstellung im Café Tasso vom 1.4. - 26.5.2026
Arbeiten von Monika Milczewski
Monika Milczewski (geb. 1970) lebt und arbeitet in Berlin.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Struktur und Zerfall. Klare Flächen treffen auf
Brüche, Linien werden unterbrochen, Ordnungen entstehen – und lösen sich im
nächsten Moment wieder auf. Es geht um das, was bleibt, wenn Systeme kippen, wenn
Kontrolle nachlässt und etwas Neues durchscheint.
In vielen Bildern tauchen Fragmente auf: Buchstaben, Zahlen, Papierreste. Wie Spuren
im Stadtraum – überklebt, übermalt, vergessen und doch noch da. Sie wirken wie
Hinweise auf Geschichten, die nicht mehr ganz greifbar sind, aber nachhallen.
Die Bildsprache ist reduziert und direkt, gleichzeitig offen und vielschichtig. Zwischen
dichten, dunklen Bereichen und fast leeren Flächen entsteht ein Spannungsfeld, das
den Blick festhält. Nichts ist eindeutig, vieles im Übergang.
Der Arbeitsprozess ist intuitiv – ein ständiges Verschieben, Überlagern, Wegnehmen. Es
geht nicht um Perfektion, sondern um Präsenz. Um das Sichtbarmachen von
Zuständen, die sich nicht klar benennen lassen.
„Vergessene Ordnung“ zeigt Arbeiten, die sich mit genau diesem Dazwischen
beschäftigen:
mit Spuren, mit Brüchen, mit dem, was sich unserer Kontrolle entzieht – und gerade
dadurch sichtbar wird.
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Weitere Infos:
Mitglied der nGbK – neue Gesellschaft für bildende Kunst e.V.
Webseite: https://artfolio44.de
Instagram: artfolio44
Eintritt frei - Spende erbeten
Karfreitags-Konzert
„…meine Musik ist Gebet.“
Hub Hildenbrand verwebt in seiner Musik unterschiedliche Musikkulturen zu einer völlig eigenständigen musikalischen Sprache. Er schöpft aus dem Jazz, der europäischen Musik, orientalischem und indischem Erbe und offenbart Orte, die der Gitarre sonst eher verschlossen bleiben. Sein Gesang bereichert sein Ausdrucksspektrum um eine weitere Farbe. Im Jahr 2021 schuf er dafür eine eigene Sprache. Eine farbenreiche und mystische Klangwelt, die berührt und beeindruckt.
Mater, 2nd Movement, XV. Gnosis
The Garden of Stolen Sounds
See (Athem, 2022)
www.hubhildenbrand.com
Eintritt frei - Spende erbeten
Mein Haus?! Mein Auto!? Meine Yacht!? Mein Rennpferd!? Vergiss es!!!!! Die Unerhörten befassen sich bei ihrer Lesung im April mit unerfüllten Wünschen, herben Enttäuschungen, barschen Zurückweisungen und überhaupt allem, was einem den Spaß an der Freude verderben kann. Und sie versprechen, dass ihre Geschichten zu diesem miesepeterigen Thema trotzdem gehörig viel Spaß machen werden. Eintritt frei - Spende erbeten
Die Jazz-Formation um Heike Duncker lädt das Publikum zu Eskapaden ein - an der Grenzlinie zwischen Ethno- und Modern Jazz. Das Berlin-Trio spielt in unterschiedlichen Besetzung seit 2015 und überrascht seine ZuhörerInnen mit verspielten Kompositionen von Heike Duncker. Die Stücke übertreffen sich gegenseitig. Die drei Instrumente stehen abwechselnd im Vordergrund. Sie bilden aber stets einen homogenen Gruppen-Sound. Mal lädt das Piano zum Reisen ein (Trikosmos), mal lässt uns die sonore Stimme des Bass nicht los (Dos Hermanas). Das Stück Durch die Stadt hat einen Hauch von Funk. Das Neue bietet dem Schlagzeug Freiraum für Expression. Gradu Approxi nimmt uns alle auf eine endlose Reise mit. In einem abendfüllenden Programm verführt und verwirrt das Trio sein Publikum - mit Liebe zu geraden Rhythmen und krummen Takten, mit Balladen und musikalischen Abenteuern, die gern mit einer bunten Folklore flirten (Voran).
Trikosmos
Jacke Wie Hose
www.heike-duncker.de
Davide Incorvaia - Piano
Daigo Nakai - Kontrabass
Heike Duncker - Schlagzeug, Komposition
Eintritt frei - Spende erbeten
Mit unterschiedlichen musikalischen Hintergründen, aber mit vielen überlappenden Einflüssen, interpretiert Pardez traditionelle und zeitgenössische Musik des Mittelmeerraums mit einem modernen Touch.
Eine musikalische Reise durch das Mittelmeer mit Liedern und instrumentaler Musik.
Iordanis Foutsitzoglou - Oud, libanesischer Buzuq
Mimis Sandalis - Kontrabass
Yannis Koutsamanis - Violine
Chrysanthi Gerogianaki - Tombak, Req
Pardez Trio / Por que llorax blanca nina (sephardic)
Five Iraqis in Thrace (Ziad Rajab) | 5 ιρακινοι στη Θρακη
Oud Solo _Pardez Trio
Eintritt frei - Spende erbeten
Wie erinnert man sich an eine Familie, deren Wege sich über Jahrhunderte und Länder hinweg
verloren haben?
Dieses Buch erzählt die Geschichte der Familie Dreiseitel, die um 1800 aus Mähren nach Ostgalizien
(heutige Ukraine) kam, dort eine Brauerei gründete und Teil der deutschen Minderheit war – bis zur
Umsiedlung und Vertreibung 1939. Auf der Grundlage von Zeitzeugeninterviews, Dokumenten und
Archivfunden rekonstruiert die Autorin das Leben mehrerer Generationen – von den Anfängen in
Galizien über die Flucht und Neuansiedlung in der DDR in der Nachkriegszeit, bis hin zu den
Nachwirkungen in der zweiten und dritten Generation. Dabei entsteht ein beeindruckendes
Panorama europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert geprägt von Migration, Verlust, Neuanfang
und dem Fortwirken transgenerationaler Traumata. Zugleich ist es die persönliche Erzählung einer
Spurensuche – einer Annäherung an das eigene Erbe, an das Schweigen und die Brüche in einer
Familie, deren Geschichte exemplarisch für viele steht. Ein bewegendes Buch über Erinnerung,
Identität und die langen Schatten der Geschichte – für alle, die sich für Osteuropa, Flucht und
Vertreibung, Familienforschung und Oral History interessieren.
In Anwesenheit der Autorin und moderiert von Brygida Helbig, deutsch-polnische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Autorin des Romans Kleine Himmel/ Niebko.
Eintritt frei - Spende erbeten
Der Schriftsteller und Songwriter Luca Burgio kommt aus Sizilien, wo er nach einiger Zeit in Spanien zurückkehrte, um gemeinsam mit der Band Maison Pigalle sein Soloprojekt zu verwirklichen. Mit diesem total akustischen Ensemble kreiert er einen Sound, der Gipsy-Musik mit Dixieland verbindet und wo es an Jazz und sizilianischen Folk-Einflüssen nicht mangelt. Dieser einzigartige Stil, der aus der
Vereinigung verschiedener musikalischer Einflüsse entstand, charakterisiert die beiden Alben, die beide unter dem New Model Label veröffentlicht wurden. Die Texte, alle in italienischer Sprache, sind tiefgründig und bereichern eine intensive Show mit einem starken sinnlichen Einfluss.
Luca Burgio tritt seit drei Jahren in Berlin zusammen mit dem Pianisten Florian Finis und dem Trompeter Roberto Vicchio auf, die mit ihm immer neue und nie vorhersehbare Arrangements den Stil des „Gipsy-Dixi Folk“ perfektioniert haben.
Luca Burgio e Maison Pigalle - Quartet
www.lucaburgio.it
Eintritt frei - Spende erbeten
Der Literatursaloon Lunge existiert seit 2001. Seit 2011 lesen Autoren und Autorinnen jeden letzten Donnerstag des Monats im Café Tasso ihre Geschichten, Texte und Poeme einem wachsenden Publikum vor. Die Vielfalt der Texte brachte viele Augen zum Leuchten, regte Gedanken an, provozierte zustimmende und kritische Bemerkungen, jedoch blieb kaum ein Gast ungerührt.
Dazu gibt es zusätzlich zu den Kurzgeschichten musikalische Beiträge, wodurch die Abende im Literatursaloon Lunge noch einmal eine ganz andere Note erhalten.
Durch das langjährige Bestehen des Literatursaloons und die zunehmende Qualität der Texte inspiriert, gründeten zwei Autoren die Geschichtenzeitschrift STORYATELLA. In ihr erscheinen zahlreiche Geschichten von Autoren und Autorinnen des Literatursaloons.
Eintritt frei - Spende erbeten